Speyerer Muslime appellieren: „Zusammen gegen den Terror“

Allahu akbar – Allah ist groß, Allah ist mächtig“. Das riefen die Attentäter in Paris und wohl auch in Brüssel bevor sie dutzende Menschen umbrachten. Allah – der Gott des Islam, der Muslime. Warum dieser Hass?

Was ist das für eine Religion, die angeblich zum Morden Andersgläubiger aufruft? Müssen wir uns Sorgen machen, weil auch in unserer Stadt viele Muslime leben? Immerhin sind es auch unter den neuen Flüchtlingen 70-80 Prozent. Natürlich nicht! Die Terroristen mit ihren verheerenden weltweiten Anschlägen sorgen leider dafür, dass der Islam mit bösen Vorurteilen zu Kämpfen hat. Im Koran wird in keiner Zeile zum Töten aufgerufen. Ganz im Gegenteil wie uns Selda Ünsal von der muslimischen Gemeinde DITIB Speyer in ihrem Gastbeitrag erklärt…

Die Islamische Religion gestattet in keinem Fall, Menschen aufgrund ihrer Sprache, Religion oder Konfession zu töten, zu foltern oder anderweitig unmenschlich zu behandeln oder aus ihrer Heimat zu vertreiben. Von der Antike bis zur heutigen Zeit kann es kein gläubiger Mensch mit seinem Gewissen vereinbaren, dass Menschen mit anderen Religionen, Glaubensbekenntnissen, Weltanschauungen, Denkarten oder anderen Zugehörigkeiten, mit denen wir zusammenleben einer Handlung oder einer Behandlung gegen die Menschenwürde und den Menschenrechten ausgesetzt werden. Ebenfalls werden auch Muslime unterschiedlicher Konfessionen und Strömungen von diesen religiösen Eiferern und Fundamentalisten verfolgt, gequält und gefoltert, was gegen das soziale Gewissen verstößt und uns als Muslime zutiefst verwundet. Wer Menschen aufgrund des Glaubens oder der Konfession verfolgt oder tötet, kann dies nicht mit dem Islam begründen. So lässt uns Allah im Koran wissen, dass das Töten eines Menschen zu den größten Sünden gehört: …Wer jemanden umbringt gilt wie jemand, der die ganze Menschheit ausgelöscht hat. Und wer ein Leben rettet, gilt wie jemand, der die ganze Menschheit gerettet hat.“ Alle Muslime und die gesamte Menschheit sind gefordert, sich diesen unmenschlichen Übergriffen und Brutalitäten mit einer gemeinsamen, starken Stimme entgegen zu stellen. Die Öffentlichkeit darf nicht in eine Zuschauerrolle verfallen. Unsere Erwartung ist, dass in dieser Lage schnellstmöglich nachhaltig Frieden schaffende Lösungen gefunden werden.“

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