Erstaufnahmeeinrichtung in Speyer

Erstaufnahmeeinrichtung in Speyer

 

In Kürze wird in Speyer-Nord auf dem Geländer der ehemaligen Bundeswehrkasernen eine Aufnahmeeinrichtung für Asylsuchende (AfA) eröffnet. Für uns stellt sich nun die Frage, was der Unterschied zu einer kommunalen Unterbringung von Flüchtlingen ist.

Das Landesministerium für Intergration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen hat die Broschüre Fragen und Antworten zum Thema Flüchtlinge herausgegeben. In der ist zu den Erstaufnahmeeinrichtungen (bei Erstellung der Informationsschrift nur in Trier und Ingelheim vorhanden) das Folgende zu lesen:

 

… Die Asylbegehrenden unterziehen sich zunächst der verpflichtenden medizinischen Untersuchung durch das Gesundheitsamt, wo sie vor allem auf ansteckende Krankheiten untersucht werden. Sollte ein positiver Befund vorliegen, werden die Patientinnen und Patienten umgehend ärztlich versorgt – meist geschieht dies stationär in einem Krankenhaus.

Die AfA bietet außerdem im Rahmen des Programms MEDEUS eine freiwillige weitergehende Untersuchung an, die Impfungen und Früherkennungsuntersuchungen für Kinder beinhaltet, zudem wird dabei eine Krankenakte angelegt. 7 Diese Akte wird den jeweiligen Patienten dann ausgehändigt, bevor sie in die Kommune umziehen, so dass ein nahtloser Informationstransfer zum örtlichen Arzt besteht. In der AfA selbst steht eine täglich geöffnete Krankenstation mit medizinischem Fachpersonal zur Verfügung, bei Notfällen steht ein Notarzt bereit.

Für die soziale Betreuung können die Menschen in der AfA einen Sozialdienst in Anspruch nehmen. Außerdem stellen die Flüchtlinge bei der Außenstelle des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) im AfA-Haupthaus ihren Asylantrag. Um dies unkompliziert zu ermöglichen, leben alle Asylsuchenden in den ersten zehn Tagen im Trierer-AfAHaupthaus, bevor sie anschließend unter Umständen in eine der beiden Außenstellen umziehen.

In den Erstaufnahmeeinrichtungen werden zudem Sprachkurse angeboten sowie Informationsmaterial, das bei der Orientierung in Deutschland hilft und über hiesige Gepflogenheiten aufklärt.

Für Kinder stehen im AfA-Haupthaus in Trier sowie der AfA Ingelheim Spielstuben zur Verfügung, die vom Deutschen Roten Kreuz (AfA-Haupthaus Trier) beziehungsweise von der Stiftung Juvente (AfA Ingelheim) betrieben werden. Im Angebot ist außerdem Unterricht, der sich in erster Linie auf das Erlernen der deutschen Sprache konzentriert.

 

Fazit

Welche dieser Möglichkeiten letztlich bei uns angeboten werden, muss man abwarten. Man kann aber einige wichtige Punkte zusammenfassen:

  • Die Asylsuchenden bleiben 6-12 Wochen und werden danach auf die Kommunen im Land verteilt.
  • Es besteht keine Schulpflicht für Kinder und Jugendliche d.h. Kinder und Jugendliche werden nicht auf die Kitas und Schulen in Speyer verteilt.
  • In der Einrichtung können (provisorischer) Unterricht und evtl. auch Sprachkurse angeboten werden. Für Kinder gibt es sogenannte Spielstuben.
  • Die medizinische Versorgung findet in der Einrichtung statt (außer in Notfällen).

 

Soweit unser momentaner Kenntnisstand.

 

Benefizlesung zugunsten von Flüchtlingen

Neben

Benefizlesung zugunsten von Flüchtlingen

 

Im Rahmen der Interkulturellen Woche findet am

Samstag 3. Oktober

um 19 Uhr

im Alten Stadtsaal

Eintritt 8 Euro, Abendkasse

 

eine Benefizlesung mit drei Pfälzer Autoren zugunsten der Flüchtlingshilfe Asyl Speyer statt. Auch Asylsuchende sind herzlich willkommen und dürfen kostenlos an der Lesung teilnehmen.

 

Plakat Benefizlesung

 

eine Benefizlesung mit drei Pfälzer Autoren zugunsten der Flüchtlingshilfe Asyl Speyer statt. Auch Asylsuchende sind herzlich willkommen und dürfen kostenlos an der Lesung teilnehmen.